Immer scheee den Buggl alacha┬á… :)

Meine Geschichte mit dem Sport ist eine sehr lange und zum Teil sehr steinige. ­čÖé Von der Trampolin-Springerin bei Herrn K. aus M. mit 10 Jahren begann eine hoffnungsfrohe Karriere. Sogar einem Gau-Turnier durfte ich bewohnen. Ok, ich mag es mir gerade nicht mehr vorstellen, wie das ging. Aber so schlimm sind meine Erinnerungen daran nicht mehr. ­čÖé Dann jahrelang keinen Sport, weil ÔÇŽ keine Ahnung. Koi Zeit, koi Zeit … ich musste die Welt mit der KJG (Katholische Junge Gemeinde – wer sie nicht kennt) retten und auch sonst war ich eher mit dem Ausprobieren des oberschw├Ąbischen Nachtlebens besch├Ąftigt.

Also kein Sport bis quasi nach den zwei Schwangerschaften der wunderbaren Bassi-Boys. Irgendwann kommt ja der Gedanke, frau muss sich bewegen. Viel bewegen, weil die Figur und ├╝berhaupt man muss das. Um Spa├č ging es da am Anfang ├╝berhaupt nicht. Eher ums Beweisen, weniger werden und ja, ehrgeizig bin ich ja schon. Also die Laufschuhe angeschn├╝rt und wie wild mit dem j├╝ngsten Spross gejoggt. Weil walken ist ja zu langweilig und frau kann das gleich sofort. Die Serie mein Mann muss mich irgendwo im Wald abholen, weil ich nach Kilometer 18 fast zusammengebrochen bin, lasse ich hier aus. Aber der Gem├╝selauf (ein wahrlich lustiger Name – am man l├Ąuft da ja tats├Ąchlich zwischen den Kopfsalaten) auf der Reichenau musste es sein. Leider holte hier mich mein Sportged├Ąchtnis v├Âllig ein und s├Ąmtliche Schulwettbewerbe gingen mir durch mein Hirn. Bis Kilometer 5 war ich besch├Ąftigt, nicht ohnm├Ąchtig zu werden, weil ich so im Stress war. ├ťberall diese schlanken, Super-Super-Super L├ĄuferInnen und dazwischen die Bine. Ohne meine tolle Laufpartnerin Frau S. w├Ąre ich nie und nimmer im Ziel angekommen. Aber ich bin es. Tats├Ąchlich. Laufen war dann irgendwann nicht mehr der Hit. Ich hatte es nicht im Griff, nicht gestresst Sport zu machen. Einfach nur so ging nicht ÔÇô weil es Spa├č macht und gut tut … Da scheint es noch ein paar Jahre und ein paar unsch├Âne Erlebnisse mehr noch gebraucht zu haben.

Dann sollte es das Rennradfahren sein. Die dicke Frau auf dem Rennrad – mein Kopfkino lief ohne Ende. Ich kennÔÇÖ da ja nichts … Gruppenrennradfahren. Aber ich musste viel mit meinen Teufeln auf der Schulter reden. Wie sehe ich blo├č aus? Wie komme ich diesen bescheidenen Berg mit der Gruppe blo├č hinauf? Was denken die anderen? Warum schnaufen die eigentlich nicht? Lass mich nicht die Letzte sein. Etc. etc. Stress…. Die sch├Ânen Landschaften habe ich dabei nicht mehr wirklich gesehen.

Mit 46 darf ich endlich entspannt Sport machen… die Erkenntnis, dass der Sport zu mir passen muss und nicht umgekehrt. Dass Sport nicht allein dazu da ist, um abzunehmen. Das kommt, wenn man entspannt sportelt, ├╝brigens von allein. Heute ist es Bootcamp, Yoga und mein geliebtes Pedelec. Und ja, ich fahre jetzt am liebsten die Berge, die ich mit dem Rennrad, blass und schimpfend genommen habe, derzeit am liebsten. Irgendetwas muss da noch gut werden. ­čÖé

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